Herrengasse

Die östliche Häuserzeile des Hauptplatzes geht nahtlos in die Herrengasse über. Die mittelalterlichen Hofstätten ziehen sich auch hier bis zur Stempfergasse fort. In ihrer Tiefe reichen die Hofanlagen teils bis zur Prokopigasse. Zu erwähnen sind die Altstadtpassage von Herrengasse Nr. 7 mit Durchgang zum Mehlplatz und das ehemals Teuffenbach’sche Stadthaus (heute Generalihof 9) mit Renaissance-Arkadenhof.
Die untere Herrengasse, von der Stempfergasse bis zur Hans-Sachs-Gasse zeigt sich mit späthistoristischen Bauten, reich verzierten Fassaden und Eckkuppeln und dem markanten, barocken Turm der spätgotischen Stadtpfarrkirche.
An der Westseite der Herrengasse befinden sich die bedeutendsten Monumentalbauten der Altstadt: Der historistische Rathausblock mit den integrierten bürgerlichen Häusern, der Landhauskomplex mit Arkadenhof, einer der bedeutendsten Bauten der Frührenaissance in Österreich und das Zeughaus.

Ursprünglich reichte die Herrengasse nur von der Landhausgasse zur Jungferngasse. Ab hier begann das jüdische Ghetto (bis 1439 existent); danach wurde sie bis zur südlichen Stadtmauer verlängert und ab dem Landhaus bis zum Eisernen Tor im 19. Jh. mit repräsentativen gründerzeitlichen Wohn- und Geschäftsbauten bebaut.
Nach Osten zweigen Stempfergasse und Hans-Sachs-Gasse ab, nach Westen die Jungferngasse, Fischer v. Erlach-Gasse und die Stubenberggasse. Der Platz am Eisernen Tor entstand durch den Abbruch des Renaissance – Stadttores (1860) und öffnet sich somit zur Jakominivorstadt.