Sporgasse

Die Sporgasse schmiegt sich steil ansteigend an den Schloßberghang und verbindet den Hauptplatz mit dem Karmeliterplatz. Diese Straße war schon frühgeschichtlich von Bedeutung, da sie die wichtige Verbindungsachse zwischen der westlich der Mur gelegenen ehemaligen Römerstraße und Hartberg sowie Savaria (Szombathely, Ungarn) im Osten darstellte.

Im Zuge der ersten Ummauerung der Stadt im 13. Jh. reichte sie vermutlich nur bis zur heutigen Stiegenkirche. Nach einer Erweiterung im 14. Jh. schloss sie mit dem erstmals genannten Paulustor ab. Eine Verlängerung bis zum heutigen Karmeliterplatz erfuhr sie nach Abbruch des Paulustores um 1848. Der Name leitet sich vermutlich von den hier ehemals ansässigen Sporenmachern ab.

Bauliche Besonderheiten: Luegghaus, Jugendstilfassade (Sporgasse 3), ehemaliges Deutschordenshaus mit spätgotischem Innenhof (Hofgasse 2 / Sporgasse 22), Altes Münzhaus (Hofgasse 3), ehemaliges Augustinerkloster mit Stiegenkirche (Sporgasse 21, 23), Gasthaus Zur Pastete (Sporgasse 28), ehemals landesfürstliche Eselsstallung (Sporgasse 32) und das Palais Saurau, bedeutendstes Renaissance-Palais von Graz mit intakter Barock-Enfilade und Gartenpavillon.