Gründerzeitl. Stadterweiterung VIII

Im Jahre 1782 erließ Kaiser Josef II. das Edikt, wonach die Befestigungsanlagen aufgelassen und veräußert werden durften. Graz wurde zur „offenen Stadt“ und konnte über seinen Mauergürtel hinaus expandieren. Durch die Anlegung des Stadtparks an Stelle des aufgelassenen Glacis blieb in diesem Bereich die äußere Kontur der Altstadt erhalten. Während jedoch der ehemalige Befestigungsgürtel zwischen Paulustor und Burgtor großteils erhalten ist, sind im Bereich von Burgring und Opernring nur noch die Konturen der ehemaligen Bastionen und verbindenden Kurtinen in den Hausfronten ablesbar. An der Südseite zwischen Jakominiplatz und Murkai geht die

Altstadt nahtlos in den Bezirk Jakomini über. Eine gewisse Zäsur ergibt sich nur durch Joanneumring, Kaiserfeldgasse und Radetzkystraße, die durch ihre Anlegung als Boulevards bzw. durch ihre Breite sowohl gegenüber den deutlich schmäleren Altstadtstraßen wie auch den kleinteiligeren ehemaligen Vorortestraßen hervorstechen.

Bauliche Besonderheiten:
Burgring, Opernring, Joanneumring, Kaiserfeldgasse, Radetzkystraße.